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Ist Karriere auch im Homeoffice möglich?

Noch Anfang 2020 hätte sich fast niemand vorstellen können, dass Homeoffice nun - im Herbst 2021 - zu unserem Alltag dazu gehört. Und wie es aussieht, auch nach dem Ende der Pandemie nicht wieder vollkommen verschwinden wird.

Individuelle Homeoffice-Lösungen führen zum Erfolg

Für Homeofficelösungen gilt es, wie so oft im Berufsalltag, eine gesunde Balance für alle Beteiligten zu finden. Wo liegen die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, bietet sich hybrides Arbeiten an? Was ist erforderlich, um den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern und für die Zukunft gut aufgestellt zu sein?

Zwischenzeitlich bestand für Arbeitgeber eine Home Office Pflicht, d.h. allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern musste aufgrund der Pandemie die Möglichkeit gegeben werden, von zu Hause aus zu arbeiten. Diese Pflicht ist bereits vor einigen Monaten gefallen, aber die Angestellten kehren nur sehr langsam und oftmals gegen ihren Willen in die Büros zurück. Die Vorteile liegen für viele klar auf der Hand:

  • Keine langen Arbeitswege mehr, damit verbundene Kostenersparnis
  • Keine Ablenkung durch Teamkollegen und somit konzentrierteres und effektiveres Arbeiten
  • Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch flexiblere Einteilung der Arbeitszeiten

Durch einen erhöhten Prozentanteil von Mitarbeitern im Home Office ist es nicht mehr erforderlich, von Arbeitgeberseite aus für jeden Mitarbeiter jederzeit einen festen Arbeitsplatz bereitzuhalten. Langfristig wird sich aus diesem Grunde mit Sicherheit auch das eine oder andere Unternehmen dazu entschließen, seine Büroflächen zu verkleinern und damit Fixkosten zu reduzieren.

Da der Aspekt der Work-Life-Balance für viele Menschen bei einer Bewerbung immer relevanter wird, kann ein Arbeitgeber, der seinen Mitarbeitern auf Wunsch Home Office anbietet, in der Regel positiv punkten.

Diesen Vorteilen stehen allerdings auch Nachteile gegenüber, die keinesfalls zu vernachlässigen sind und – abhängig vom Unternehmen und den Mitarbeitern sowie Vorgesetzten – individuell variieren können:

  • Der reduzierte Kontakt mit dem Kollegenteam bedeutet einen zwar niedrigeren Geräuschpegel beim Arbeiten, allerdings auf der anderen Seite auch einen erschwerten Informationsfluss. Der schnelle Austausch auf dem Flur oder in der Kaffeeküche fällt somit weg, und man muss sich mehr auf die zur Verfügung gestellten Informationen verlassen.
  • Daneben sollte auch ein möglicher Vereinsamungseffekt nicht unterschätzt werden. Wer alleine lebt, nicht täglich von Familie und Freunden umgeben ist und durch permanentes Arbeiten von zu Hause aus sein berufliches Umfeld ebenfalls einschränkt, kann u.U. mit Vereinsamung zu kämpfen haben.
  • Regelmäßiges Home Office erfordert eine höhere Selbstständigkeit und Motivation im täglichen Arbeiten; Zeitmanagement sollte kein Fremdwort sein, um auch abseits der Einbindung in den Büroalltag die anfallenden Aufgaben und Projekte fristgerecht zu erledigen. Größere Eigenverantwortlichkeit ist gefragt. Wenn den einen mögliche Vereinsamung plagt, wird der andere gegebenenfalls durch Familie, Hausarbeit, Freunde leicht abgelenkt.
  • Die fehlende Kontrolle der Mitarbeiter wird von einigen Arbeitgebern nach wie vor als Nachteil von Home Office Regelungen angesehen, wobei die Zahl der „schwarzen Schafe“, die die „Freiheit zu Hause“ ausnutzen, sehr gering ist.
  • Nicht jedes Unternehmen ist aufgrund seiner IT-Infrastruktur darauf ausgerichtet, seinen Mitarbeitern Home Office anzubieten oder kommt mit der Digitalisierung nur schleppend voran. Weichen die technischen Voraussetzungen am heimischen Schreibtisch ab, z.B. nicht alle Dateien/Laufwerke greifbar sind, so ist es nicht besonders attraktiv, über einen längeren Zeitraum zu Hause zu arbeiten.
  • Last but not least sollte jeder Mitarbeiter auch daran denken, dass Home Office fehlende Sichtbarkeit beim Vorgesetzten bedeutet – das kann beim nächsten Jahresgespräch, wenn es ums Gehalt oder Beförderungen geht, sich als möglicher Nachteil auswirken.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich die Akzeptanz von Home Office innerhalb kürzester Zeit durch Corona signifikant erhöht hat. Wichtig ist es auch in der Zeit danach, dass Vorgesetzte und Mitarbeiter miteinander kommunizieren, sich auf Augenhöhe begegnen, Argumente beider Seiten austauschen und dann zu einer passenden Lösung gelangen. Mitarbeiter wünschen sich maßgeblich, dass auf ihre Bedürfnisse individuell eingegangen wird.

Bei den Unternehmen hat sich ebenfalls zunehmend das Bewusstsein durchgesetzt, dass eine flexiblere Personalpolitik keineswegs negative Auswirkungen auf die Produktivität hat, sondern ganz im Gegenteil gute und qualifizierte Fachkräfte anzieht, die so viele Unternehmen dringend suchen.

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