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Vom Wir zum Ich

Bitte sprechen Sie von sich

Sie stehen vor einem Jobwechsel und vor einem Vorstellungsgespräch? Vor allem als Führungskraft wird von ihnen erwartet, sich im Interview klar zu positionieren und die eigene Marke und ihren Mehrwert zu transportieren.

Kaum beginnt das Interview, erlebe ich leider immer wieder Entscheider, die sich in Floskeln oder Allgemeinsätzen verlieren, wie: “In dem Projekt XYZ haben wir das…“oder „Mein Team hat“, Woran liegt das? Woher kommt diese Zurückhaltung, und was ist die Wirkung?

Viele Führungskräfte geben an, sie hätten das Gefühl, überheblich zu wirken, wenn sie von sich reden. Auch alte Glaubenssätze, wie „sei bescheiden“ wirken mit. Auch die Konditionierung durch die Unternehmenssprache spielt eine große Rolle, da häufig das Team und nicht der Einzelne im Mittelpunkt steht.

Nicht zuletzt führt auch fehlendes oder vergessenes Detailwissen zu pauschalen Wir-Aussagen. Solche Aussagen machen einen vermeintlich unangreifbar. Doch ihre Rolle und Wirkung bleibt ebenso unspezifisch.

Kleiner Test:

Nehmen Sie sich einen Augenblick Zeit und reflektieren, was sie von einem Bewerber erwarten, den sie einstellen wollen. Was hilft Ihnen im Gespräch einen Eindruck von ihrem Gegenüber zu bekommen? Wann haben Sie eine klare Vorstellung von der Vorgehensweise? Was würde ihnen helfen?

Bitte denken Sie daran, sie sitzen allein im Gespräch. Es geht in diesem Moment um Ihre Leistungen und nicht um die Ihres Teams oder der Kollegen. Niemand geht davon aus, dass Sie Ihre Erfolge allein erreicht haben oder dass Sie den Beitrag Ihrer Teams schmälern wollen. Was Ihr Gegenüber aber von Ihnen braucht, ist eine Einschätzung von Ihnen, also der Person. Wie handeln und denken sie? Was macht Sie als Führungskraft aus? Sie erreichen Sie durch eine persönliche Darstellung Ihres Auftretens, dass ihr Gegenüber ein gutes, klareres Bild darüber bekommt, wer sie sind, wie sie handeln und in welchem Umfeld sie ihre besten Leistungen erbringen.

Selbstverständlich werden Sie in einem Interview nicht permanent in der ich-Form sprechen können. Dann klären Sie jedoch Ihre Rolle in Ihrer Antwort, z. B. „das war der größte Auftrag, den wir je abgewickelt haben und meine Aufgabe war darin die…“

Von sich in der „ich“-Form zu sprechen ist schwieriger als sich hinter dem wir zu verstecken. Trainieren sie es, beschäftigen Sie sich mit Ihren Erfolgen. Fragen sie sich, wie sie diese erreicht haben, wie ihr Vorgehen dabei war, gehen sie ins Detail. Fokussieren sie sich auf ihren Beitrag. Machen Sie den Test: Nehmen Sie Ihre Antworten auf. Einmal mit wir und einmal ganz bewusst ausschließlich mit ich-Antworten.Sie werden den Unterschied bemerken.

Wie ist Ihre Meinung dazu, welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Ich freue mich über einen Kommentar. Ihr Frederik Siebrandt, Mitglied der Geschäftsleitung und Niederlassungsleiter Bad Homburg/Frankfurt der VBLP GmbH Unternehmensberatung.

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